Run for those wo can’t

Credit: Flo Hagena for Wings for Life World Run

Das ist das Motto des Wings for Life World Run, der dieses Jahr in 33 Ländern zeitgleich startete. Das Prinzip ist einfach erklärt: 30 Minuten nach dem Startschuss für die Läufer folgt das „Catcher Car“ mit ansteigendem Tempo. Prominent besetzt überholt das Auto nach und nach die Teilnehmer und nimmt sie so aus dem Rennen.

Die gesamten Startgebühren werden für die Rückenmarksforschung gespendet, 2016 waren dies 6,6 Millionen Euro.

Teilnehmer werden vom Catcher Car eingeholt
Foto: Marc Müller für Wings for Life World Run

Da Lara am Sonntag bereits ihr erstes Tennis-Medenspiel hatte bin ich alleine gestartet. Wobei „alleine“ natürlich überhaupt nicht stimmt, in München waren neben mir noch rund 8.000 weitere Läufer, weltweit insgesamt mehr als 130.000 Teilnehmer am Start. Die Stimmung unter den Läufern war durchweg gut, viele haben bereits am Vortag und am Morgen vor dem Lauf den Olympiapark bei strahlendem Sonnenschein genossen.

Meine Vorbereitung lief durch eine Verletzung am Oberschenkel (Trochanter major) eher vorsichtig, in der letzten Woche vor dem Lauf habe ich mich dann komplett geschont und bis auf Stabilitätsübungen auf Sport verzichtet.

Vor dem Lauf bat Florian Neuschwander noch zum gemeinsamen Foto seines Teams „Run with the Flow“. Der Gewinner des Vorjahres in Deutschland hatte ordentlich die Werbetrommel gerührt, so dass am Ende zwar nicht das größte Team aber – soviel darf verraten werden – das mit den meisten Kilometern unter seiner Flagge startete.Mit der Startnummer vor dem Flow-Logo

Pünktlich um 13.00 Uhr hat Samuel Koch dann die Startglocke geläutet und das vordere Läuferfeld ist, vermutlich auch durch die gute Stimmung getrieben, mit einem ordentlichen Tempo gestartet. Auch ich bin der Stimmung etwas erlegen und den Start ein bisschen zu schnell angegangen, vermutlich werde ich diesen Fehler immer wieder begehen. 😉

Ein genaues Ziel hatte ich mir aufgrund der Verletzung nicht gesetzt, die Durchschnittspace für die 21, 25 und  30km hatte ich aber ungefähr im Kopf. Die Strecke führte die ersten 1okm über das Olympiagelände, um dann über Mossach, Karlsfeld und Eschenried etwas ländlicher zu werden.

Teilnehmer des Wings for Life World Run im Olympiapark
Foto: Flo Hagena für Wings for Life World Run

Nach ca. 10km musste ich dem hohen Anfangstempo (Pace von 4:25min/km) dann auch Tribut zollen und die Geschwindigkeit ein wenig drosseln, immerhin kann so ein Lauf ja sehr lang werden. Die Bedingungen und Temperaturen (strahlender Sonnenschein und 22 °C) waren sicher nicht für Bestzeiten geeignet, aber mit genügend Wasser, Isogetränken und Bananen an den Verpflegungsstationen konnte man den Lauf trotzdem genießen und noch einmal etwas Energie aus sich heraus kitzeln.

Erfrischungsbogen beim Wings for Life World Run
Foto: Gerolsteiner Events

Entlang der Strecke gab es für die Läufer das ein oder andere Highlight, so stellten neben einem Erfrischungsbogen bei Kilometer 8 auch einige private Haushalte mithilfe von Gartenschläuchen und Rasensprengern sowie die Feuerwehr willkommene Abkühlungen zur Verfügung. Bei der Halbmarathon-Distanz spielte zudem eine bayrische Musikgruppe.

Circa 200 Meter vor der 28km Markierung kündigten schließlich Fahrradfahrer das herannahende Catcher Car an. Ein letzter Schlussspurt sorgte dafür, dass noch einmal ein paar hundert Meter herausgeholt werden konnten ehe dann nach exakt 28,46km und ca. 2:20h das Rennen auch für mich vorbei war.

Vor dem Zielbogen am Vortag des Laufes

Insgesamt bedeutet dies Platz 203 in München und 3743 weltweit. In Deutschland gewannen Florian Neuschwander (63,66km) und Karin Freitag (59,08km), weltweit Giorgi Calcaterra (ITA) mit unglaublichen 88,44km und Kaori Yoshida (JPN) nach 65,71km.

Leider hat sich meine Uhr am Sonntag nach 3,5 Jahren mit Beendigung des Laufes verabschiedet, so dass ich euch keine detaillierten Statistiken zur Verfügung stellen kann. Dafür bin ich erstmals in meinen neuen Wettkampfschuhen, den Adidas Adios Boost 3, gestartet. Eine kurze Einschätzung zu den Schuhen folgt die nächsten Tage.

1 Comment

  1. […] Mein persönliches Laufhighlight des vergangenen Jahres war der Wings for Life World Run mit 28,46km in 2:20h. Den ausführlichen Bericht findet ihr hier. […]

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